Werkstatt II.I.3

Werkstatt II.I.3

Die „Kronjuwelen“ der digitalen Justiz: Strategien zum Schutz kritischer Infrastrukturen

24. November
09:1510:15

Werkstatt II.I.3

Die „Kronjuwelen“ der digitalen Justiz: Strategien zum Schutz kritischer Infrastrukturen

(Digitale) Infrastrukturen; IT-Landschaft und Zusammenarbeit Zukunftstechnologien und Innovationen (KI; Cloud & Co.)

Daten, Register und verlässliche Kommunikationswege bilden seit jeher wesentliche Grundlagen der Justiz. Mit der fortschreitenden Digitalisierung verlagern sich diese Grundlagen zunehmend in digitale Fachverfahren, Infrastrukturen und Vertrauensdienste. Werden diese manipuliert, kompromittiert oder fallen sie aus, geht es daher nicht allein um ein technisches Problem. Berührt sind die Nachweisbarkeit von Verfahren, die Verlässlichkeit gerichtlicher Entscheidungen und letztlich die Handlungsfähigkeit des Rechtsstaats. Damit richtet sich der Blick über die Absicherung einzelner Systeme hinaus auf die Resilienz der gesamten digitalen Vertrauenskette. Entscheidend ist zunächst, die besonders schutzwürdigen Daten, Dienste und Infrastrukturen – die „Kronjuwelen“ der digitalen Justiz – eindeutig zu bestimmen. Darauf aufbauend müssen technische Schutzmaßnahmen, klare Verantwortlichkeiten, abgestufte Sicherheitsanforderungen sowie belastbare Notfall- und Wiederanlaufkonzepte ineinandergreifen.

Die Werkstatt fragt:

Welche Daten, Dienste und Infrastrukturen sind für die Funktionsfähigkeit der Justiz unverzichtbar?

Welche Abhängigkeiten und Angriffsszenarien müssen bei ihrem Schutz berücksichtigt werden?

Wie lassen sich Vertraulichkeit, Integrität, Verfügbarkeit und langfristige Nachweisbarkeit auch in Krisen gewährleisten?

Und welche strategischen Entscheidungen müssen jetzt getroffen werden, damit die digitale Justiz jederzeit handlungsfähig und vertrauenswürdig bleibt?